Erfolgreich arbeiten im Home Office

Für viele Beschäftigte hatte der Wechsel ins Home-Office positive Seiten. Es gibt jedoch auch einige, die das Arbeiten zu Hause psychisch belastet. Und manche auch überlastet, so dass ein Burn out droht.

Neben der Arbeit für die Firma, kümmern sich vor allem Frauen um die Kinder und sind damit mehrfach belastet. Mehr als Männer. Als die Schulen und Kitas geschlossen waren, fiel auch diese Arbeit als Betreuer oder Lehrer auf die Frauen meistens zurück. Neben Frauen gehören auch Singles zur Risikogruppe im home-Office einen Burnout zu erfahren. Fällt das soziale Miteinander und der Austausch weg, fällt manchem auch eine wichtige Ressourcen für die eigene Balance weg.

 

Wenn der Sinn fehlt

Die Grenze zwischen Arbeits und Privatleben verschwimmt im Home-Office schnell. Manchen fällt es schwer, Energie für den Alltag zu tanken, sich Freiräume zu schaffen und den (neuen) Alltag zu strukturieren. Innerlich wie ausgebrannt, so fühlen sich einige. Sie sind chronisch erschöpft und haben Schwierigkeiten einen Sinn in der Arbeit oder ein Interesse an irgendwas zu finden. Manch einer zweifelt an den eigenen Fähigkeiten, den Alltag im Home-Office zu stemmen. Und nicht selten ist das Leistungsvermögen tatsächlich vermindert.

 

Überforderung gegensteuern

Wer sich überlastet fühlt, sollte sich Hilfe und Unterstützung suchen. Die Überforderung mit der neuen Situation, mit Homeschooling, dauernde Erreichbarkeit und steigender Arbeitsbelastung, sollte man thematisieren und Lösungen suchen. Vielleicht lässt sich an der technischen oder ergonomischer Ausstattung des Arbeitsplatzes etwas verändern. Anderen können klare Strukturen und Routinen im Alltag helfen. Zum Beispiel regelmäßige Pausen, eine fest definierte Arbeitszeit mit einem klaren Feierabend, ausreichend Bewegung und Austausch mit anderen.

 

In Kontakt bleiben

Wer alleine im Home-Office arbeitet, sollte mit dem Team und dem Chef in Kontakt bleiben. Dafür eignen sich regelmäßige jour fix, Denise, virtuelle Kaffeepausen oder after work treffen. Auch sollte geschaut werden, ob die Arbeit angemessen auf alle Mitarbeiter verteilt ist. Protokolle von Telefon oder E-Mail Verkehr sowie Mitschriften in Meetings können helfen, die Verteilung der Arbeit im Team im Blick zu behalten. So können auch überlastet Mitarbeiter gut identifiziert werden.

 

Echte Pausen machen: Instagram oder Wäsche aufhängen ist keine echte Pause

Eine Pause macht auch Sinn, wenn man eine Aufnahme beendet hat und bevor man eine neue anfängt. Also zum Beispiel aus einem Meeting kommt und bevor man mit der nächsten Aufgabe beginnt.  Pausen müssen nicht lang sein, es reichen schon wenige bewusste Atemzüge um einen Cut zwischen den verschiedenen Aufgaben zu machen.

Auch macht es Sinn, Meetings zeitlich zu begrenzen, so dass am Ende eine kurze Pause von circa 5 Minuten übrig bleibt. Zum Beispiel 55 Minuten statt 1 Stunde. Bei einem 90-minütigen Meeting sollte man auch nach 50 Minuten eine kurze Pause machen. Nach den 90 Minuten sollte es eine Pause von 15 Minuten geben.

Es macht auch Sinn eine Check in und Check out Phase bei Meetings zu haben, wo jeder kurz zu Wort kommt. Wie ist das empfinden gerade? Welche Gedanken habe ich gerade? Und am Ende wie ist die Stimmung jetzt und wie geht es dir gerade? Wie hat man das Meeting empfunden? Das hängt natürlich auch von der Anzahl der Personen ab, die bei dem Meeting dabei sind. 13,15 oder mehr Personen dauern solche Runden eventuell zu lang. .

 

Arbeitsweg beibehalten.

Also vor der Arbeit und nach der Arbeit raus gehen und eine Runde laufen, so als würde man wirklich ins Büro oder nach Hause gehen. Das hilft beim abschalten und beim Wechsel von der beruflichen in die private Rolle

Tipps für eine gesunde und effiziente Arbeitsroutine

Den richtigen Zeitraum wählen

Manche sind schon früh morgens fit und leistungsfähig, andere brauchen länger um die volle Leistungsfähigkeit abrufen zu können. Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit ist daher sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte ein Gewinn. Und es gibt zum Beispiel auch einige gute Beispiele, dass kürzere, konzentrierter Arbeit die Produktivität verbessert. Deshalb sollte weniger auf die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden geschaut werden als auf das tatsächlichen Arbeitsergebnis.

Das Arbeitsumfeld gestalten

Für konzentriertes Arbeiten eignet sich ein ablenkungsfreier Arbeitsplatz. Eine strukturierte Ordnung und nur das auf dem Schreibtisch, an dem man gerade arbeitet verhindert Ablenkung.

Auch die Erleuchtung beeinflusst die Arbeitsstimmung. Helles Licht mit einem hohen Blauanteil fördert beispielsweise die Konzentration. Die Lichtstärke sollte mindestens 500 lx betragen. Auch Pflanzen können das Arbeitsumfeld positiv beeinflussen. Sie sorgen für ein angenehmes Raumklima und fördern Stress Abbau und Produktivität. Fürs Büro eignen sich Pflanzen wie zum Beispiel Monsterera, Grünlilie oder Bogen Hanf, die auch Schadstoffe aus der Luft filtern.

In Bewegung kommen

Im Home-Office entfällt der tägliche Weg zum Arbeitsplatz und gleichzeitig schrumpft die Bewegung allgemein. Deshalb ist es wichtig im Home-Office Wege bewusst einzubauen. So hilft zum Beispiel ein kurzer Gang zum Wecker oder ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause um Stress abzubauen, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen und die Gedanken in Schwung zu bringen. Telefonate können im gehen oder stehen geführt werden. Für eine aufrechte und bewegte Sitzhaltung helfen spezielle Stühle oder ein Balance Kissen auf dem Schreibtisch Stuhl.

Wer länger am Schreibtisch sitzt, sollte auf eine gerade Haltung achten und diese durch aktives sitzen laufend ändern.

Und nach Feierabend hilft ein kurzer Spaziergang beim abschalten und im Übergang ins Privatleben.

 

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Silke Mekat ist Mutter einer Tochter, Diplom Betriebswirtin mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung und slbständige Trainerin im Auftrag der Haufe Akademie. Chronischer Zeitmangel und Stress beherrschten lange auch ihren Alltag. Um Beruf und Familie zu vereinbaren für einen entspannteren Familienalltag, braucht es jeden Tag aufs Neue eine gute Selbstorganisation, heute gibt sie Seminare zu den Themen Selbstorganisation, Stressprävention und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

 

 

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