Burnout: Vorbeugen mit System

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Wer sich wohlfühlt im Privatleben und in seinem Job, kann mehr leisten

Den Anforderungen durch Beruf, Familie, Gesellschaft und den Alltag sehen sich viele Menschen nicht mehr gewachsen. In einer Welt der ständigen Erreichbarkeit und Möglichkeiten fühlen sich Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen unter Druck. In einer mobilen Gesellschaft sorgen bei arbeitenden Eltern zudem häufig der Wegfall familiärer Unterstützung (z.B. durch die Großeltern bei der Kinderbetreuung), starren Öffnungszeiten der Kita oder gar keiner Betreuung am Nachmittag für weitere Belastungen. Arbeitgeber stehen vor dem Dilemma den Unternehmenserfolg in Zeiten des Fachkräftemangels in einer globalisierten Welt zu sichern und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bis ins Rentenalter zu erhalten.

Für Chefs lohnt es sich daher doppelt, in die Gesundheit der Mitarbeiter  zu investieren. Motivierte Mitarbeiter fehlen seltener und leisten mehr.

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Was überlastet Mitarbeiter?

Zuviel Arbeit also eine Arbeitsüberlastung fällt sicherlich jedem als erstes ein. Doch welche Punkte sind außerdem relevant und können zu einem Burnout führen?

  1. Arbeitsüberlastung – die Menge an Aufgaben oder die Länge der täglichen Arbeitszeit übersteigt anhaltend die persönlichen und zeitlichen Ressourcen.
  2. Mangel an persönlicher Kontrolle – zu wenig Kommunikation oder starre Arbeitsbedingungen engen Mitarbeiter in ihrem Leistungsvermögen ein.
  3. Zu wenig positives Feedback  – keine Kritik ist ein Lob, so wird leider noch häufig verfahren.
  4. Zusammenbruch des sozialen Zusammenhalts – Konflikte innerhalb des Teams, mit Vorgesetzten oder Kunden oder Konkurrenz untereinander, aber auch Probleme im privaten Bereich belasten Arbeitnehmer.
  5. Mangel an Fairness – echt oder empfunden, beides belastet
  6. Wertekonflikte – die Arbeit wird nicht als sinnvoll betrachtet oder das Unternehmen vertritt nach außen eine ganz andere Meinung, als intern kommuniziert wird.

Burnout belastet die Unternehmen personell und finanziell

Unternehmen leiden an den Folgekosten. Anfangs sind es die entstehenden Kosten durch Ineffizienz und negative Arbeitsmotivation. Ein überlasteter Kollege kann das Arbeitsklima eines ganzen Teams runterziehen. Später kommen lange Abwesenheiten wegen Krankheit und die damit verbundenen Kosten sowie schließlich Kosten durch  Recruiting und Einarbeitung auf die Unternehmen zu.

Für die Firmen lohnt es sich positive Impulse im Unternehmen zu setzen

Chefs und Mitarbeiter profitieren

Richtig umgesetzt wird aus den Mängeln von einst, als positive Ziele formuliert, eine Win-win-Situation für alle.

Checkliste: Wie Unternehmen Burnout-Erkrankungen vorbeugen können

  1. Druck abbauen, durch eine zu bewältigende Arbeitsmenge
  1. Arbeitspausen unterstützen, Feierabend und verlässliche Urlaubsplanungen, statt ausufernder Überstunden und spätangesetzter Meetings
  2. Arbeitszeiten im Blick behalten, auch die eigenen und so als Vorbild vorangehen. Besser noch: die Arbeitszeiten und-Orte zu flexibilisieren.
  3. gute Arbeitsbedingungen und eine funktionierende Organisation schaffen
  4. Stärken wahrnehmen und angemessene, persönliche Handlungsspielräume bieten
  5. In Kontakt bleiben – Wertschätzung und Anerkennung zeigen und geben
  6. Ein unterstützendes Teamklima fördern
  7. Störungen bei der Arbeit und psychische Belastungen am Arbeitsplatz reduzieren, dafür Fairness, Respekt und soziale Gerechtigkeit im Team unterstützen
  8. Klare und widerspruchsfreie Werte – Für eine  Arbeit, die Sinn vermittelt
  9. Informieren und einbinden, wer weiß wohin die Reise geht, arbeitet motiviert mit am Ziel
  10. Vorgesetzte über Burnout, die Symptome, Unterstützungsmaßnahmen und Prävention informieren und sensibilisieren
  11. Ein partnerschaftliches, wertschätzendes Betriebsklima und Führungsverhalten pflegen
  12. Regelmäßige Mitarbeitergespräche führen, denn diese sind das beste Frühwarnsystem

 

Wie Prävention gelingt

Burnout Prävention funktioniert am besten, wenn sie spezifisch auf das Unternehmen, die Mitarbeiter und die betriebseigenen Problempunkte angepasst ist.

  1. Vorbereiten und planen

Der erste Schritt ist eine Befragung der Mitarbeiter, um die persönliche Situation, die Wünsche und die Knackpunkte abzufragen. Durch eine regelmäßige Befragung der Mitarbeiter bietet sich dem Unternehmen die Chance zu erkennen, wie die Bedingungen von den Mitarbeitern wahrgenommen werden, um anschließend gezielt präventiv handeln zu können. Besprechen Sie auch im Team, warum das Thema für den Betrieb wichtig ist. In größeren Betrieben sollte ein Projektverantwortlicher bestimmt werden oder/und eine Arbeitsgruppe gebildet werden

  1. Gefährdungspotenziale beurteilen

Kennen Sie aufgrund der Mitarbeiterbefragung und dem Vergleich der Ausfalltagedaten mit branchenüblichen Daten die Belastungsschwerpunkte, so folgt die Auswertung der Verbesserungswünsche und die Besichtigung der Arbeitsplätze, um die aktuelle Gefährdung zu beurteilen.

  1. Prioritäten festlegen

Jetzt gilt es die wichtigsten Handlungsfelder zu definieren und für die wichtigsten Handlungsfelder zeitnah erste Aktionen zur Prävention zu planen. Geändertes individuelles Verhalten und geänderte Arbeitsabläufe sind im Idealfall die beste Kombination. Maßnahmen in der Arbeitszeit führen in der Regel zu höheren Teilnehmerzahlen und damit zu einem besseren Ergebnis.

  1. Aktionen durchführen

Der Chef als Vorbild. Das zieht Mitarbeiter am meisten mit. Deshalb sollten auch die Führungskräfte mit gutem Beispiel voran gehen, dass zieht auch weniger motivierte Mitarbeiter mit.

  1. Wirksamkeit prüfen

Nach einer gewissen Zeit (z.B. ein Jahr) die Ergebnisse der Bemühungen durch eine Mitarbeiterbefragung und Analyse der Krankheitstage überprüfen. Die eingeleiteten Maßnahmen daraufhin gegebenenfalls korrigieren.

So soll es nicht mehr weitergehen

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Was sind die Ursachen von Stress?

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In Ihrer online Lernumgebung finden Sie nach Ihrer Anmeldung nützliche Informationen, Downloads und extra Services zu dieser Qualifizierungsmaßnahme.

Ihr Nutzen

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  • Sie erarbeiten individuelle Veränderungsstrategien für mehr Gelassenheit und Widerstandsfähigkeit, auch in heiklen Situationen.
  • Sie entwickeln neue Ideen, Strategien und Handlungsmodelle, mit denen Sie sich immer wieder kleine Ruheinseln schaffen können.
  • Sie setzen und stärken eigene Wünsche und Ziele.
  • Sie entwickeln selbst Handlungsalternativen, anstatt immer mehr zu schultern und zu schlucken

Trainerin

Methoden

Das Seminar ist sehr praxisorientiert. Kurzvorträge, Gruppen-, Einzelübungen und Diskussionen wechseln sich ab. Wir arbeiten lösungs- und ressourcenorientiert. Die begrenzte Teilnehmerzahl garantiert einen intensiven Austausch untereinander, viele praktische Übungen und den Transfer in den Alltag.

Teilnehmerkreis

Weibliche Fach- und Führungskräfte sowie alle Mitarbeiterinnen, die leistungsfähig bleiben wollen, ohne auszubrennen.

Speziell für berufstätige Mütter: Beachten Sie bitte auch unser Seminar „Frauen in Balance: Erfolgreich in Beruf und Familie“.

 

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