Kinder oder Karriere? Wie und wie lange arbeiten Frauen in Deutschland?

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45 Prozent der erwerbstätigen Frauen zwischen 15 und 64 in Deutschland arbeiteten weniger als 32 Wochenstunden im Jahr 2011.

Als Hauptgrund dafür gaben die Mehrzahl von 55% der Befragten die Betreuung von Kindern beziehungsweise pflegebedürftigen Angehörigen aber auch andere familiäre oder persönliche Verpflichtungen an. Männer arbeiteten dagegen immer noch deutlich seltener in Teilzeit (nur 9 Prozent der Erwerbstätigen) und nur rund jeder Elfte davon tat dies aus familiären Gründen. Blickt man zurück, so hat sich in den vergangenen Jahren an dieser Verteilung zwischen Männern und Frauen nichts grundsätzlich geändert.

Um gut elf Prozentpunktewar ist der Anteil der Frauen, die aus familiären Gründen Teilzeit arbeiten, seit 2001 zwar gefallen, doch auch bei den Männern sank der Wert um rund vier Prozentpunkte.

Nach wie vor ist bei deutschen Paaren das klassische Muster „Der Mann macht Karriere, die Frau verdient hinzu oder bleibt zu Hause” verbreitet. Doch die Zahl der Paare mit sogenannten „Doppelkarrieren“ wächst. Inzwischen belegen 1,2 MillionenPaare, dass es auch anders geht. Ein interessaanter Artikel dazu findet sich in der FAZ: „Nicht ohne meinen Partner

In einer Beziehung zu leben, in der beide beruflich nicht aufs Abstellgleis möchten, bedarf einer guten Planung – und der Bereitschaft, sich von alten Rollenbildern zu lösen. Ein Leben zwischen Job, Kindergarten und Haushalt ist nicht immer einfach zu managen. Dies gelingt allerdings nur 8 Prozent aller Paare in Deutschland.

Immerhin, der Frauenanteil an Führungskräften ist von 21,8 Prozent im Jahr 1996 auf 27,7 Prozent im Jahr 2010 gestiegen.

Doch 77 Prozent der weiblichen Führungskräfte sind kinderlos und mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der Frauen in leitenden Positionen. Grund hierfür ist eine Familiengründung. Ist der Frauenanteil in Unternehmen in den vergangenen Jahren auch deutlich gestiegen, finden sich in den obersten Führungsebenen großer Unternehmen jedoch nur selten Frauen oder gar Mütter, sie bleiben weiter eine Rarität. Lediglich neun Frauen sitzen in einem Vorstand eines der 30 Dax-Konzerne. Untersuchungen zeigen zudem, dass weibliche Führungskräfte mehrheitlich kinderlos bleiben.

Die Unternehmenskulturin deutschen Unternehmen ist in der Regel immer noch nicht auf eine Förderung von Familie und Karriere ausgerichtet. Für kinderlose Akademikerinnen ist ein wesentlicher Grund die mangelnde Zeit für die Familie. Betreuungsplätzen, in öffentlicher Hand als auch direkt am Arbeitsplatz, sind immer noch Mangelware und es fehlt vor allem gebildeten Frauen an Angeboten, die persönliche berufliche Weiterentwicklung mit der Elternschaft zu verbinden. Leider muss eine Frau sich auch heute im Jahr 2012 fragen Kinder oder Karriere? Zahlen belegen diesen Fakt. Je hoher gebildet, umso mehr sinkt die Bereitschaft zur Familiengründung. In einigen Berufen wie Ärztin oder Publizistin ist die Geburtenrate besonders niedrig.

AT Kearney

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