Keine Kritik, ist ein Lob? Oder wie geht wertschätzende Führung?

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Häufiger  Stress, Zeitdruck und dann noch ein paar unpassende Worte des Vorgesetzten schon sinken Motivation und das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Dass Wertschätzung auch Wertschöpfung für den Betrieb bringt, ist offenbar noch nicht überall angekommen.

Durch fehlende Wertschätzung leidet die Produktivität

Kleine und mittelständische Unternehmen haben hier Vorteile, gegenüber grossen Konzernen, denn vor allem bei den Familienbetrieben wird Wertschätzung groß geschrieben. Die Wertschätzung der Mitarbeiter wird von den Seniorchefs an die nachfolgende Generation weitergegeben. Gehörten die Mitarbeiter früher doch sozusagen zur Familie und man empfand Verantwortung ihnen gegenüber. KMU sollten den Mitarbeitern Werte vermitteln, nach denen im Unternehmen dann auch gehandelt wird.

Druck, Stress und Angst aktivieren bei jedem unangenehme Gefühle und können Gegenwehr, Flucht oder Erstarrung auslösen. Dinge, die für den Arbeitsalltag und den Unternehmenserfolg kontraproduktiv sind.

Keine Kritik, ist ein Lob?

Hier in Bayern höre ich häufig „keine Kritik, ist ein Lob“. Mitarbeiter wünschen sich aber mehr Lob und Motivation.

Um Mitarbeiter zu animieren motiviert, selbständig und bestmöglich zu arbeiten, ist aber auch kein Kuschelkurs notwendig. Es geht vielmehr darum, sich auf den einzelnen Mitarbeiter einzulassen. Dafür müssen sich Führungskraft und Mitarbeiter nicht einmal sympathisch sein. Wenn ich bereit bin den anderen anzunehmen, so wie er oder sie ist, ihm oder ihr Achtung und Wertschätzung entgegen bringe, dann schaffe ich die Rahmenbedingungen einer wertschätzenden Führung. Doch nicht nur Führungskräfte profitieren von dieser Einstellung. Auch Kollegen untereinander. So profitieren nicht nur die Teams und jeder einzelne für sich, sondern auch das Unternehmen. In einer solchen Arbeitsumgebung, in der sich Menschen mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren und nicht persönliche Neigungen oder Präsenz zählen, können sich Eigeninitiative und  neue Ideen entwickeln. Wichtige Bausteine für den unternehmerischen Erfolg.

Durch „richtige“ Wertschätzung können Führungskräfte  einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter leisten. Und im Umkehrschluss, können Mitarbeiter die wenig Wertschätzung erfahren krank werden.

In der Praxis fehlt es jedoch nicht nur Mitarbeitern an Wertschätzung. Auch Führungskräfte brauchen Wertschätzung. Deshalb finden auch ihre Bedürfnisse Berücksichtigung in den nachfolgenden Tipps.

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10 praxiserprobte Haltungen der Wertschätzung:

  1. Zeigen Sie echtes Interesse und nehmen Sie am Leben des Mitarbeiters Anteil
  2. Auch Ihr eigener Belastungszustand und Ihre eigenen Gefühle spielen im Miteinander eine große Rolle. Achten Sie deshalb auf Ihre innere Ausgeglichenheit und Gesundheit.
  3. Hören Sie aufmerksam zu und versuchen Sie Ihren Mitarbeiter zu verstehen, bzw. seine Fragen, Anregungen, Bedürfnisse zu verstehen.
  4. Reden Sie nicht vor anderen negativ über einen Kollegen oder Mitarbeiter.
  5. Haben Sie Geduld mit ihren eignen Fortschritten und dem Wachstumstempo Ihres Mitarbeiters.
  6. Als Vorgesetzter geben Sie klar die Richtung vor, bleiben Sie dabei freundlich.
  7. Nicht nur Schwächen zählen. Halten Sie sich bewusst die Stärken des Mitarbeiters vor Augen.
  8. Humor entkrampft viele Situationen und zeigt uns von der sympathischen Seite. Lachen Sie zusammen und über sich selber. Niemand ist perfekt.
  9. In Konfliktsituationen, sollten Sie sich fragen, was Sie jetzt aktiv tun können, um die Situation für alle Beteiligten zu verbessern.
  10. Nehmen Sie Ihre (Führungs-) Aufgabe mit Begeisterung und vollem Engagement wahr.

Wertschätzung im Betrieb lässt Menschen gern und mit Freude zusammenarbeiten.

Mit vergleichsweise geringem Aufwand lässt sich so eine große Wirkung bei Führungskräften und Mitarbeitern entfalten. Gerade Motivation und Gesundheit der Beschäftigten profitieren und damit wichtige Stützen der betrieblichen Leistungsfähigkeit.

 

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