Jeder vierte Mitarbeiter hat innerlich gekündigt

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Arbeitnbehmer in Deutschland fühlen sich nur wenig an ihren Arbeitgeber gebunden. So hat fast ein Viertel (24 Prozent) bereits innerlich gekündigt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Gallup.

Das arlamierende Ergebnis: 61 Prozent machen Dienst nach Vorschrift.  Gerade einmal 15 Prozent der Mitarbeiter haben eine hohe emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber und sind bereit, sich freiwillig für dessen Ziele einzusetzen.

Als Ursache für die geringe emotionale Bindung ans Unternehmen sehen die Forscher Mängel in der Personalführung der Führungskräfte.

„Die Folgen mangelnder Mitarbeiterbindung, für die Leistungsfähigkeit der Unternehmen sind erheblich“, sagt Marco Nink, Strategic Consultant bei Gallup, „wer sich emotional nicht an sein Unternehmen gebunden fühlt, zeigt weniger Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein – und ist häufiger krank.“ 2012 verbuchten Beschäftigte ohne emotionale Bindung im Schnitt 76% oder 3,1 Fehltage mehr als emotional hoch gebundene Mitarbeiter.  Aufgrund von Fehlzeiten durch fehlende oder geringe emotionale Bindung der Beschäftigten entstehen der deutschen Wirtschaft so jährlich Kosten in Höhe von 18,3 Milliarden Euro.
Hohe Folgekosten für Unternehmen und Volkswirtschaft
Erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden verursacht ein Mitarbeiter, der innerlich gekündigt hat. Das besagen die Zahlen der Gallup-Hochrechnungen ganz deutlich und beziffern die jährlichen Kosten durch Produktivitätseinbußen auf 112 bis 138 Milliarden Euro. Emotional nicht an das Unternehmen gebundene Mitarbeiter (42 %) sind auch schneller zum Arbeitgeberwechsel bereit. Die Folgen ungewollter Fluktuation für den Arbeitgeber reichen vom Aufwand für Neuausschreibung, Auswahlverfahren und Einarbeitung bis hin zum Knowhow-Verlust und Kundenabwanderung. Negativ wirkt sich eine hohe Fluktuation auch auf die Stimmung und die Motivation der verbleibenden Beschäftigten aus.

Immer mehr Arbeitnehmer driften in die innere Kündigung ab
Im Jahr 2001 hat Gallup die erste Erhebung des Engagement Index gemacht, damals zählten nur 15% der deutschen Beschäftigten zur Gruppe der „emotional nicht gebundenen Mitarbeiter“. Bereits im Jahr 2007 lag dieser Anteil schon bei 20% und erreichte 2012 mit 24% einen Höchststand. Die heutige Elterngeneration mit kleinen Kindern und dem Wunsch beides zu vereinbaren weist bei zentralen Faktoren, die über die emotionale Mitarbeiterbindung entscheiden (u.a. Feedback von Vorgesetzten, das Gefühl unterstützt und gefördert zu werden bzw. zu lernen und sich weiterzuentwickeln, als Mensch gesehen werden) wesentlich schlechtere Werte auf als die Generation Y. Bereits 23% der Genration X haben innerlich gekündigt.

„Die Unternehmen müssen sich dringend um mehr Mitarbeiterbindung kümmern – bei allen Beschäftigtengruppen“, warnt Gallup-Studienleiter Nink, „sonst droht auf breiter Linie ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit“. Sein Fazit:Unternehmen dürfen ihr Humankapital nicht vernachlässigen und müssen dem Führungsverhalten größere Bedeutung beimessen. Der Erfolg eines Unternehmens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dabei wird einer oft übersehen: Die Mitarbeiter!

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