Erzieher verzweifelt gesucht – bitte bringen Sie Ihr Kind nicht in unsere Krippe!

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So heisst es in der Münchener Krippe am Kidlerplatz immer öfter, weil dort Erzieher fehlen. Doch was bedeutet das für Eltern und Arbeitgeber? Von den Kindern, die diesem hin und her ausgesetzt sind, ganz zu schweigen. Den ganzen Artikel über den Notstand ins Münchens Kinderkrippe finden Sie hier

„Die Kinder sind nun jeweils in zwei Gruppen zusammengefasst und damit in doppelt so großen Gruppen untergebracht wie üblich. Für das verbliebene Personal bedeutet das eine erhebliche, fast nicht mehr zumutbare Mehrbelastung. Für die Kinder hat die Situation zur Folge, dass die bekannten und für Krippenkinder wichtigen Tagesstrukturen und die ihnen vertrauten Räume teilweise nicht mehr vorhanden sind. Mitunter erleben sie morgens keine einzige vertraute Betreuerin mehr, sondern sehen nur noch fremde Gesichter.“ sagt die Münchener Stadträtin Manuela Ohlhausen.

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Können Ihre Mitarbeiter mit solchen Sorgen und Belastungen noch den vollen Einsatz für Ihr Unternehmen bringen?

Noch mehr Flexibilität verlangt dies von den betroffenen Familien. Die Öffnungszeiten der Krippe werden verkürzt, die Weihnachtsferien wurden verlängert. Für die Kleinkinder sind die Folgen weitaus verwirrender: Rituale wie gemeinsames Frühstück, Imbiss und Morgenkreis sind aufgehoben. Diese Einschränkungen hat sich der „Krisenstab Personalmangel“, den es im Bildungsreferat gibt, ausgedacht. „Es brennt!“ fasste Olhausen die Lage zusammen. „Ich habe Angst, dass weitere Mitarbeiter, die unter enormer Belastung stehen, nicht mehr können!“

Andere Krippen in München haben mit ähnlichen Probleme wie die am Kidlerplatz zu kämpfen. Doris Kirmeyer schilderte dem BA 6 die Lage in der Krippe am Johannes-Timm-Platz. Hier kümmerten sich bereits im November zeitweise nur noch vier Betreuungskräfte um die 36 Kleinen. Und auch hier wurden die Eltern gebeten, ihre Kinder zuhause zu lassen. Im Januar soll die Krippe dann außerplanmäßig geschlossen werden, dabei sei die pädagogische Arbeit bereits jetzt schon eingeschränkt und das noch vorhandene Personal stark belastet. Es fehlen hier fehlten vier Betreuer, so dass auch Auszubildende als Ersatz voll herangezogen werden. „Es ist bedauerlich, dass dieser Zustand eingetreten ist, da gerade im frühkindlichen Bereich die pädagogische Arbeit so wichtig ist und Kinder in dieser Altersklasse enorm betreuungsintensiv sind“, so Kirmeyer. Die Eltern unterstreichen, dass sich das Personal stark engagiert, sie wollen aber aufzeigen, dass ein „absoluter Notstand“ herrscht und Unterstützung unbedingt nötig ist.

„Es läuft etwas skandalös falsch“, meinte Leo Brux (Grüne) und forderte, generell mehr Geld für das Krippenpersonal auszugeben. Margot Fürst (CSU) erinnerte ihre Kollegen daran, dass das allgemeine Problem eben auch in Sendling bestehe: „Wir brauchen jetzt eine Lösung!“ Michael Bergmann (SPD) stimmte ihrer Forderung nach einem „Brandbrief an die Stadt“ zu: Man müsse mit aller Deutlichkeit Abhilfe fordern, meinte er.

Noch immer fehlen deutschlandweit taussende Betreuungsplätze – Zeit zu handeln, damit solche Szenarien wie in München nicht zum Alltag werden.
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